Fahren mit e-bikes


e-Bike – fahren mit Rückenwind, aber richtig und sicher


Reden wir von einem e-Bike, dann ist meist das Pedelec (Pedal Electric Cycle) gemeint.

Es gibt drei verschiedene Typen:

  • e-Bikes ohne Anfahrhilfe (bis max. 25 km/h)
  • e-Bikes mit Anfahrhilfe (bis max. 25km/h)
  • schnelle Pedelecs (bis max. 45 km/h)

 

 


  • e-Bike ohne Anfahrhilfe: Sobald Sie in die Pedale treten, wird der Pedalantrieb von einem Motor (max. 250 Watt) unterstützt und das Bike kann damit eine Geschwindigkeit von 25 km/h erreichen. Will man schneller sein, muss Muskelkraft eingesetzt werden.

  • e-Bike mit Anfahrhilfe: Anfahrhilfen sind bis zu 6 km/h aktiv – was schneller Schrittgeschwindigkeit entspricht – damit fährt das Bike auch ohne, dass Sie treten. Darüber hinaus wird auch hier der Pedalantrieb von einem Motor (max. 250 Watt) bis zur 25 km/h Grenze unterstützt. Beide Typen entsprechen, offiziell betrachtet, „normalen“ Fahrrädern, die ohne Führerschein oder eine Zulassung gefahren werden dürfen.

  • Das schnelle Pedelec (S-Pedelec): Mit Hilfe der E-Motor-Unterstützung erreichen Sie damit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h. Daher zählt es nicht mehr zur „normalen“ Fahrrad-Kategorie, sondern benötigt eine Fahrerlaubnis und ein Versicherungs-Kennzeichen (ähnlich wie beim Mofa). Außerdem muss der Biker mindestens 16 Jahre alt sein und es besteht .


e-Bike - mit etwas Fahrtechnik clever und effizient unterwegs

Beachten Sie folgende Tipps und nutzen Sie Ihre Energie und die des e-Bike-Akkus clever:

  • mit gleichmäßigem Pedaltritt bei konstanter Geschwindigkeit sparen Sie Strom.
  • spontanes bremsen und wieder beschleunigen führt zu erhöhtem Energieverbrauch. Daher am besten immer besonders vorausschauend fahren und z.B. vor roten Ampeln das Bike am besten ausrollen lassen, statt bis kurz vor der Haltelinie zu beschleunigen.
  • Achten Sie auf den richtigen Reifendruck. e-Bikes haben durch Antrieb und Akku ein höheres Gewicht und einen anderen Schwerpunkt als Bikes ohne Antrieb. Besonders in Kurven ist daher der richtige Reifendruck wichtig, damit ein stabiles Fahrverhalten gewährleistet ist. Der richtige Reifendruck modellabhängig und wird u.a. auch direkt auf dem Reifen direkt angegeben. 
  • mit e-Bikes werden höhere Geschwindigkeiten gefahren und daher sind gut funktionierende Bremsen unabdingbar. In der Regel sind e-Bikes mit Scheibenbremsen ausgerüstet, die wesentlich effizienter bremsen als z.B. herkömmliche Felgenbremsen. Deshalb will richtiges Bremsen mit dem e-Bike auch gelernt sein. Denn auch wenn Sie auf dem Pedelec zum Beispiel in Kurven bremsen, schaltet die Motor-Unterstützung ab und sobald Sie beschleunigen, setzt diese wieder ein – dabei kann es durchaus zu überraschenden Geschwindigkeitsschüben kommen und wenn in solchen Situationen dann wieder bremsen müssen, vergeuden Sie elektrische Energie. Beim e-Bike hingegen läuft der Motor, unabhängig ob Sie bremsen oder nicht, weiter.

 

e-Bike richtig schalten – entspannt und sparsam ans Ziel

Ob Ketten-, Nabenschaltung oder Riemenantrieb - wer die Schaltung beherrscht, kann bei jeder Situation, ob am Berg, in Kurven oder bei Glätte gelassen bleiben. Und wer mit dem e-Bike clever schaltet spart Akku-Energie und steigert somit die Reichweite.


Nachfolgend, was bei den verschiedenen Schaltungen zu beachten ist und welchen praktischen Tipps Sie effizient und sicher unterwegs sind.


Beim Schalten den Druck von der Kette nehmen -

Das Schaltwerk und der Umwerfer der Kettenschaltung des e-Bikes befördern die Kette mechanisch durch seitliches drücken auf das benachbarte Zahnrad. Die Kette rutscht jedoch nur dann geschmeidig auf ein Zahnrad weiter, wenn sie in Bewegung ist und die Pedale getreten werden.

Aber beachten! - Bei der Kettenschaltung sollte man daher sanft weitertreten und den Druck vom Pedal nehmen, bis die Kette auf dem nächsten Zahnrad liegt.

Bei erhöhter oder voller Tretkraft während des Schaltvorganges kann die Kette durch den hohen Druck abspringen oder reißen.
Bei der Nabenschaltung, muss dagegen der Tretvorgang sogar kurz unterbrochen werden, um zu schalten.

Richtig schalten am Berg -

Auf ein Schalten am Berg sollten Sie möglichst verzichten, denn wenn man zu stark in die Pedale tritt und dabei schaltet, kann die Kette des e-Bikes bei starkem Druck reißen oder von den Zahnkränzen springen.

Wenn der Druck zum Schalten jedoch kurz von den Pedalen genommen wird oder bei der Nabenschaltung sogar der Tretvorgang unterbrochen wird, bleibt man bei bereits zu geringer Geschwindigkeit womöglich stehen. Hier ist dann in beiden Fällen ist die Bergauf-Fahrt schon mal jäh unterbrochen.

Es ist daher bei jeder Schaltungsvariante ratsam, vorausschauend zu fahren, im Voraus zu überlegen, in welchem Gang der Berg hochfahren werden soll – damit auf ein Schalten möglichst verzichtet werden kann. Sollte trotzdem ein Gangwechsel nötig sein. diesen dann möglichst auf einem flacheren Teilstück vornehmen. 

Neben den üblichen Gängen, können Sie beim e-Bike anhand verschiedener Fahrmodi einstellen, wie stark die Motorunterstützung sein soll. Achten Sie auch hier darauf, dass Sie nicht ausschließlich in der höheren Stufe fahren und daher oft zu schnell werden. Denn so müssen Sie evtl. auch häufiger bremsen und das kostet Strom! 

Mit möglichst konstanter Geschwindigkeit kommen Sie entspannt und mit ausreichender Akkuleistung ans Ziel.

Treten will gelernt sein – die richtige Trittfrequenz macht den Unterschied

Um den E-Motor effektiv zu nutzen, ist eine stetige Trittfrequenz von 70-75 U/min gut gewählt. In diesem Frequenzbereich wird die Akku-Energie möglichst verlustarm an den E-Motor gegeben. Somit erreichen Sie den optimalen Wirkungsgrad, den der Motor zur Tretkurbel-Unterstützung abgibt.

Die optimale E-Bike Trittfrequenz – eigentlich kein Kunststück

Optimale Trittfrequenz bedeutet, dass man bei gleicher Fahrleistung mit der geringsten Kraft auskommt. 

Klinische Studien in Zusammenarbeit mit Reha Zentren haben eindeutig festgestellt, dass bei einer Trittfrequenz von 70-75 U/min eine gelenkschonende Fahrweise gegeben ist.

 


Mit dem e-Bike sicher unterwegs

Auf dem e-Bike sind Sie mit ungefähr 25 km/h unterwegs, auf einem herkömmlichen Fahrrad in der Regel aber nur mit 15 km/h. 

Beachten Sie daher, dass deshalb der Bremsweg mit dem e-Bike je nach Untergrund fast doppelt so lang sein kann. Andere Verkehrsteilnehmer, mit denen Sie sich gemeinsam auf den Straßen bewegen, erkennen meist nicht, ob Sie auf einem e-Bike oder einem herkömmlichen Fahrrad unterwegs sind, und unterschätzen so Ihren Bremsweg.
 

Bewegen Sie sich daher besonders vorausschauend und defensiv im Verkehr, um auf solche Gefahren vorbereitet zu sein und um Unfälle zu vermeiden.

Wichtig für Ihre Sicherheit ist auch dass Sie im Straßenverkehr sichtbar sind. Achten Sie deshalb immer auf die ausreichende Sicherheitsausstattung (Beleuchtung, Reflektoren usw.) Ihres e-Bikes nach der StVZO und dass Sie ggf. auch am Tag mit Licht fahren.


Trotz, dass es bisher in Deutschland keine Helmpflicht für e-Biker gibt (außer für Fahrer von S-Pedelecs bis 45 km/h), ist jedem Biker dringend das Tragen eines geeigneten Fahrrad-Helms zu empfehlen. Damit könnten bis zu 70 Prozent der Kopfverletzungen bei Unfällen von Radfahrern verhindert werden.

 

Hinweis:
Der Artikel erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und bedeutet auch inhaltlich keine rechtliche Beratung. Für versehentliche Fehler in der Info übernehmen wir keine Haftung.